Unsere Unterkunft war das bekannte Sentido Galomar Hotel, das spektakulär direkt an der Steilküste von Caniço liegt und nur wenige Minuten von der Cristo-Rei-Statue entfernt ist.

Mit einem Mietwagen erkundeten wir die Insel auf eigene Faust. Besonders beeindruckt haben uns Porto Moniz im Nordwesten mit seinen natürlichen Lavapools, die idyllischen Fischerdörfer Paul do Mar und Jardim do Mar sowie die Wanderung auf der nordöstlichen Halbinsel Ponta de São Lourenço mit ihrer faszinierenden Vulkanlandschaft. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist die Levada-Wanderung zu den Balcões im Laurisilva-Lorbeerwald, wo die zutraulichen Madeira-Buchfinken aus nächster Nähe zu beobachten sind. Weitere Highlights waren der wunderschöne Monte Palace Tropical Garden oberhalb von Funchal sowie Santana mit seinen traditionellen strohgedeckten Häusern. 

Besonders gefallen hat uns auch das malerische Fischerdorf Câmara de Lobos, das bereits Winston Churchill begeisterte und wo er 1950 eines seiner bekannten Gemälde anfertigte.

Weniger überzeugend war dagegen Camacha, das in vielen Reiseführern als traditionelles Korbflechterdorf angepriesen wird. Bei unserem Besuch wirkte der Ort jedoch sehr ruhig und verlassen – von Korbflechtern oder entsprechender Handwerkskunst war kaum etwas zu sehen.

Die Tauchbasis Manta Diving befindet sich direkt unterhalb des Hotels an der Steilküste, nur etwa 30 Meter vom Wasser entfernt. Die Basis ist hervorragend organisiert und professionell geführt. Gegen Aufpreis wird auf Wunsch auch Nitrox angeboten. 

Getaucht wird entweder vom Ufer aus – der Ein- und Ausstieg erfolgt je nach Wasserstand über eine etwa vier bis fünf Meter hohe Leiter – oder mit dem Boot.

Ein absolutes Highlight war das Wrack des Zerstörers Afonso Cerqueira, eines der beeindruckendsten Wracks, das ich bisher betaucht habe. Noch unvergesslicher war allerdings ein Ufertauchgang zur nahegelegenen Höhle Ponta da Oliveira direkt unterhalb des gleichnamigen Aussichtspunktes. Bei meinem zweiten Tauchgang dort hatte ich das seltene Glück, einer schlafenden Mönchsrobbe zu begegnen – dem am stärksten bedrohten Meeressäugetier Europas.

Da Madeira mitten im Atlantik liegt, gehören Strömung und Wellengang bei vielen Tauchplätzen zum Normalfall. Das Tauchgebiet ist daher eher für Taucher mit etwas Erfahrung geeignet und für absolute Anfänger nur eingeschränkt zu empfehlen.

Links:
Fotogalerie
Video Mönchsrobbe (Youtube)