
Der Jahreswechsel führte uns diesmal auf die Kanaren: Während zuhause eisige Temperaturen herrschten, genossen wir auf Teneriffa angenehme Frühlingsgefühle. Unser Quartier lag im ehemaligen Fischerort Las Galletas im sonnigen Süden der Insel, wo das Klima deutlich wärmer und meist auch windärmer ist als im Norden. Anfang Jänner konnte man problemlos in T-Shirt und kurzen Hosen unterwegs sein – bereits kurz vor Sonnenaufgang zeigte das Thermometer rund 16 °C. Tagsüber stiegen die Temperaturen auf etwa 25 °C, und auch das Meer war mit 22 bis 23 °C überraschend angenehm.

Mit dem Mietwagen erkundeten wir die abwechslungsreiche Vulkaninsel. Beim zweiten Anlauf spielte schließlich auch das Wetter mit, sodass wir den Nationalpark rund um den 3.718 m hohen Teide besuchen konnten. Die Fahrt führte uns bis zur Talstation der Seilbahn auf rund 2.350 m Seehöhe. Aufgrund des starken Windes blieb die Gondel zwar außer Betrieb, doch selbst in dieser Höhe war es mit einem Pullover noch gut auszuhalten.
Besonders empfehlen können wir das idyllische San Andrés nördlich von Santa Cruz, wo wir ausgezeichnete kanarische Küche genießen konnten. Ebenfalls sehenswert sind Puerto de la Cruz, die imposanten Steilklippen von Los Gigantes, der schwarze Lavastrand von La Caleta sowie die Pyramiden von Güímar, die in einem liebevoll gestalteten Park liegen. Für den äußerst informativen Besuch sollte man sich mindestens zwei Stunden Zeit nehmen.

Zum Tauchen war ich mit Deep Fin Tenerife unterwegs. Im Raum Las Galletas gibt es jedoch zahlreiche Tauchbasen, die alle nach einem ähnlichen Konzept arbeiten: Die Ausrüstung wird mit Rollwagen zu den Schlauchbooten im Hafen gebracht, von wo aus die Tauchplätze in wenigen Minuten erreichbar sind – unsere längste Anfahrt dauerte etwa 20 Minuten. Nach dem ersten Tauchgang kehrt man zunächst in den Hafen zurück. Nach einer gemeinsamen Mittagspause in einem der nahegelegenen Lokale geht es anschließend mit dem Schlauchboot erneut hinaus zum zweiten Tauchgang. Da sich Teneriffa mitten im Atlantik befindet, gehören Seegang und mitunter kräftige Strömungen zum Taucherlebnis. Unter Wasser erwartete uns die typische Atlantik-Fauna mit zahlreichen Muränen, Papageifischen, mehreren Stachelrochen, Engelhaien und sogar einer Meeresschildkröte.

Mit seiner rauen Vulkanlandschaft, dem angenehmen Winterklima und den abwechslungsreichen Tauchplätzen hat uns Teneriffa nachhaltig begeistert. Gerade zum Jahreswechsel ist die Insel ein ideales Reiseziel für alle, die dem Winter entfliehen möchten – wir kommen bestimmt wieder.
