Cres – Anreise, Campingplatz, Tauchen und Ausflüge
Anreise und Campingplatz
Die Insel Cres erreichten wir mit der Fähre von Valbiska auf der Insel Krk. Die Überfahrt zum kleinen Hafen Merag auf Cres dauert nur etwa 30 Minuten. Von dort sind es noch ungefähr 15 Kilometer mit dem Auto bis zum Camp Kovačine, das unmittelbar bei der Stadt Cres liegt.
Der Campingplatz ist sehr weitläufig und bietet eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Für Familien mit Kindern gibt es einen Aquapark mit Rutschen und weiteren Attraktionen sowie einen großen Kinderspielplatz. Außerdem findet man einen Minimarkt und mehrere kleine Bäckereien. Besonders gefreut hat uns als Hundebesitzer die großzügige Freilaufzone für Hunde, in der sogar einige Agility-Geräte zur Verfügung stehen.
Ein echtes Highlight war für uns der kleine Fischmarkt hinter der Tauchschule. Er ist täglich von 7 bis 12 Uhr geöffnet und bietet frischen Fisch und Meeresfrüchte. Selten haben wir in einem Urlaub so viel und gleichzeitig so guten Fisch gegessen!
Wir waren in einem Mobilheim direkt am Meer untergebracht. Die Unterkunft war sehr komfortabel eingerichtet und ließ eigentlich keine Wünsche offen. Einzig ein Geschirrspüler hätte den Komfort noch etwas erhöht.
Tauchen
Natürlich gibt es auf dem Campingplatz auch eine Tauchschule. Sie liegt fast direkt am Wasser und ist von allen Bereichen des Campingplatzes aus gut zu erreichen. Je nachdem, wo man seinen Stellplatz oder sein Mobilheim hat, sind es maximal etwa zehn Minuten zu Fuß.
Die Tauchbasis bietet täglich zwei Bootsausfahrten an. Die Vormittagsausfahrt startet um 10 Uhr, die genaue Zeit der Nachmittagsausfahrt variiert. Zusätzlich ist jederzeit auch ein Tauchgang vom Ufer aus möglich, sofern man einen Tauchpartner findet. Wie bei vielen Tauchbasen üblich, hängen dafür Listen aus, in die man sich eintragen kann.
Für die Bootsausfahrten steht ein tauchertaugliches Boot mit zwei Einstiegen über die Bordwand („Schritt vorwärts“) und einem Ausstieg über eine Leiter zur Verfügung. Die Briefings vor den Tauchgängen sind sehr ausführlich, und für jeden Tauchplatz gibt es eine grafische Tauchplatzbeschreibung – gerade bei weniger bekannten Plätzen sehr hilfreich.
Die maximale Tauchzeit ist auf 60 Minuten begrenzt. Das ist grundsätzlich völlig in Ordnung und bei vielen Tauchbasen üblich. Etwas ungewöhnlich fanden wir allerdings, dass diese 60 Minuten bereits mit dem Setzen des Ankers zu laufen beginnen. Dadurch entsteht beim Einstieg teilweise unnötige Hektik: Schließlich möchte jeder möglichst schnell im Wasser sein, um von der ohnehin begrenzten Tauchzeit möglichst viel nutzen zu können.
Auch Nachttauchgänge werden regelmäßig organisiert. Der Einstieg erfolgt völlig stressfrei direkt am Strand vor der Tauchbasis. Die Tauchtiefe ist bei Nachttauchgängen auf maximal 15 m begrenzt. Eine echte Steilwand gibt es hier beim Ufertauchen zwar nicht, aber für einen interessanten Nachttauchgang reicht die Felskante allemal.
Ausflugsmöglichkeiten rund um Kovačine
Hier beschreibe ich nur Ausflugsziele, die sich in der näheren Umgebung des Camps Kovačine befinden.
Die Stadt Cres selbst liegt mit weniger als 1,5 Kilometern Entfernung praktisch in Fußreichweite. Die hübsche Altstadt und der Hafen laden zum Bummeln ein, außerdem gibt es zahlreiche sehr gute Restaurants und einige Einkaufsmöglichkeiten.
Die bekannte kleine Küstenstadt Valun erreicht man mit dem Auto in etwa 15 Minuten. Valun ist autofrei. Das Auto lässt man auf Parkplätzen etwas außerhalb des Ortes stehen. Der anschließende Fußweg dauert nur wenige Minuten. Auch hier gibt es mehrere sehr gute Restaurants, von denen die meisten direkt am Wasser liegen.
Sehr sehenswert ist auch das winzige Bergdorf Lubenice, eine ehemalige Felsenfestung. Die Anfahrt führt über eine teilweise recht abenteuerliche und sehr enge Straße. Als wir dort waren, lag die offizielle Einwohnerzahl sogar im einstelligen Bereich! Durch seine Lage auf etwa 380 Metern über dem Meer bietet Lubenice einen beeindruckenden Blick über die umliegenden Buchten und das Meer.
Trotz seiner geringen Größe gibt es in Lubenice sogar ein kleines Restaurant und ein kostenlos zugängliches Museum. Allein wegen der außergewöhnlichen Lage lohnt sich die Fahrt hierher.
Gänsegeier über Cres
Auf dem Weg zur Fähre von Porozina nach Brestova in Istrien begegneten uns bereits vom Auto aus immer wieder die für Cres bekannten Gänsegeier. Die Insel beherbergt eine der wenigen verbliebenen Populationen dieser beeindruckenden Vögel in Europa.
Am Aussichtspunkt Vidikovac, an einer besonders schmalen Stelle der Insel, machten wir deshalb noch einmal Halt. Hier kann man von einem kleinen Parkplatz aus auf beide Seiten der Insel und damit gleichzeitig auf zwei Meere blicken.
Für die bis zu etwa 2,8 Meter großen Aasfresser herrschen hier offenbar ideale Bedingungen: Die thermischen Aufwinde über dem Gelände nutzen die Gänsegeier regelmäßig, um ohne große Anstrengung Höhe zu gewinnen. Mehrfach konnten wir beobachten, wie sie direkt über dem kleinen Parkplatz und dem angrenzenden Hügel entlangglitten.
Ein besonders schönes Erlebnis hatten wir, als wir gleichzeitig acht Gänsegeier über dem nahe gelegenen Hügel beobachten und fotografieren konnten. Ein beeindruckender Abschluss unseres Aufenthalts auf Cres.
