
Der Tauchgang an der Alfonso Cerqueira zählt ohne Zweifel zu den beeindruckendsten Wracktauchgängen, die ich bisher erleben durfte. Dazu trug auch bei, dass ich das Glück hatte, einen hervorragenden Tauchpartner zugeteilt zu bekommen.
Am Wrack sind drei Leinen befestigt, die jeweils zu kleinen Bojen an der Oberfläche führen – am Bug, mittschiffs und am Heck. Wir entschieden uns für den Abstieg entlang der Heckleine. Als erste Taucher erreichten wir das Wrack und gehörten schließlich auch zu den Letzten, die wieder auftauchten.
Der Einstieg ins Wrack erfolgte am Bug in rund 30 Metern Tiefe durch eine große Öffnung. Von dort aus erkundeten wir das etwa 85 Meter lange Schiff gleich zweimal vollständig – jeweils auf unterschiedlichen Decks. Die einzelnen Räume sind über offene Türen miteinander verbunden, die stellenweise etwas eng ausfallen. Da die Alfonso Cerqueira gezielt als Tauchwrack versenkt wurde, wurden in regelmäßigen Abständen zusätzliche Ausstiegsluken geschaffen. Dadurch ist jederzeit ein sicherer Ausstieg aus dem Wrack möglich, was das Eindringen auch über längere Strecken deutlich angenehmer macht.
Dank Nitrox konnten wir trotz der langen Grundzeit eine Dekompressionspflicht gerade noch vermeiden. Lediglich mein betagter Aladin Pro, der keine Nitrox-Einstellung kennt, war mit dem Tauchgang alles andere als einverstanden und quittierte ihn mit dem Wechsel in den Error-Modus.
Außerhalb des Wracks herrschte eine spürbare und teilweise unangenehme Strömung. Im Inneren hingegen war das Wasser vollkommen ruhig – genau wie man es sich bei einem Wracktauchgang wünscht. Zusammen mit der ausgezeichneten Sicht machte dies die Erkundung des Wracks zu einem außergewöhnlichen Taucherlebnis, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
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Fotogalerie Alfonso Cerqueira
Video Alfonso Cerqueira (Youtube)
